Geschichte der SHUG

Daten zur Geschichte der SHUG:

1918

Gründung der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft (SHUG) als Förderverein für die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am 27. Juli

1919

Erste Mitgliederversammlung am 25. Oktober

1922

Erste „Ortsgruppen“ in Flensburg, Schleswig und Niebüll

1923

Verlust des bereits gewonnenen Kapitalstockes in der Inflation

1923

Wahl des Politikers, Landwirts und Industriellen Dr. Anton Schifferer zum Ersten Vorsitzenden der SHUG

1923-

Gründung von „Ortsgruppen“ der SHUG in der ganzen Provinz Schleswig-Holstein
Durchführung von Universitätstagen in Kiel, Altona und weiteren Orten
Beginn der Vortragsarbeit in den Ortsgruppen
Erfolgreicher Aufbau eines Kapitalstocks
Förderung von Forschungsprojekten an der CAU
Zuschüsse an die „Studentenhilfe“, den Vorgänger des Studentenwerkes.

1929

Durchführung der Deutsch-Nordischen Universitätswoche mit Gästen aus den nordischen Staaten

1933

Rücktritt von Dr. Anton Schifferer
Durch eine Satzungsrevision wird die Mitgliederversammlung entmachtet.
Der Oberpräsident und Gauleiter der Provinz Schleswig-Holstein wird Ehrenvorsitzender, 1935 Erster Vorsitzender der SHUG

1933 -

Die SHUG wird faktisch vom Rektorat der CAU verwaltet.
Die Förderarbeit verliert an Bedeutung. Die Vortragsarbeit, teils von der NS-Ideologie infiziert, geht weiter.

1943

Wegen der Überlastung des Rektors Einführung des Amtes des Wissenschaftlichen Leiters der SHUG.

1946

Wiederaufbau der SHUG unter dem Wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Friedrich Blume
Genehmigung aller Vortragsangebote durch die britische Militärregierung am 21. Februar
Aus den „Ortsgruppen“ der SHUG werden „Sektionen“, aus dem „Ersten Vorsitzenden“ der „Präsident“.
Neue Satzung mit Wiederherstellung der Rechte der Mitgliederversammlung
Wiederbeginn der Förderarbeit

1955

Erstmalige Organisation von „Universität und Land“ durch die SHUG: Primanerinnen und Primaner kommen mit Sonderbussen einen Tag an die CAU, um Informationen für die Studienfachwahl zu erhalten.

1972

Die Vortragsarbeit der SHUG in den Sektionen wird für das Profil der SHUG immer prägender.
Die Förderarbeit macht nur noch ein Viertel der Ausgaben aus.

1978

Große Feier des 60. Gründungsjubiläums

1995

Publikation der Monographie von Manfred Jessen-Klingenberg und Kurt Jürgensen: Universität und Land. Geschichte der SHUG 1918-1993.

2002

Die Organisation des Programms „Universität und Land“ geht an die Zentrale Studienberatung der CAU über.

2008

Einführung des Programms „Uni kommt zur Schule“ mit Vortragsangeboten für die Oberklassen der weiterführenden Schulen, zuerst gefördert von der Nordmetall-Stiftung, seit 2013 von der Investitionsbank Schleswig-Holstein

2009

Konzentration der Förderarbeit auf zwei gut ausgestattete Preise: den Fakultätenpreis für eine hervorragende Dissertation, den Professor Miethe-Förderpreis für forschendes Interesse außerhalb von Uni und Forschungseinrichtungen

2015

Beteiligung am 350. Gründungsjubiläum der CAU: Aus diesem Anlass Kooperation mit dem SHZ-Verlag: 16 Artikel zumeist von SHUG-Referenten, vier festliche Vortragsveranstaltungen in Itzehoe, Büdelsdorf, Plön und Flensburg

2018

100. Gründungsjubiläum: Ausstellung in der Universitätsbibliothek Kiel
Festakt unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten
Festschrift „100 Jahre SHUG“ in Vorbereitung

 

Ausführliche Darstellungen zur Geschichte der SHUG:

Manfred Jessen-Klingenberg: Geschichte der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft 1918-1993, Neumünster: Wachholtz Verlag 1995.

Ludwig Steindorff: Die Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft, in: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt, hrsg. von Oliver Auge, Kiel - Hamburg: Wachholtz Verlag - Murmann Publishers 2015, S. 277-287.

Zusammenstellung: Ludwig Steindorff